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RAUM ZUM LEBEN, RAUM ZUM BLEIBEN: PRIVATE BAUTEN
Wozu baut sich einer ein Haus? Die Zeit verlangt von uns doch eigentlich mehr Bindungslosigkeit, mehr Mobilität, ein Leben mit wenig Gepäck. Für die meisten Menschen ist der Bau eines eigenen Hauses dennoch die zentrale Kraftanstrengung ihres Lebens. Es muss mehr dahinter stecken als der Wunsch nach Eigentum.
Bauen heißt, meine ich, für den privaten Bauherrn ein Bekenntnis zu einer Lebens- umgebung, in der man sich einrichten möchte. Aber auch ein Bekenntnis im Sinne einer baulichen Darstellung der eigenen Lebensauffassung. Ein Haus kann insofern eine “feste Burg” oder ein lichtdurchfluteter, nach aussen transparenter Lebensraum, es mag konventionell oder avantgardistisch sein - es ist immer eine Aussage über die Menschen, die es bewohnen.
Daher kommt dem Architekten die Aufgabe zu, diese Aussage zu finden und die Bauherren zu einer Lösung zu führen, die ihnen gemäß ist. Bauen als dialogischer Prozess: Kann es etwas erfüllenderes geben?
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