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Über wohl kaum ein Thema lässt sich endloser räsonieren als über Architektur. Behaust-Sein prägt das Bewusst-Sein.
In Architektur spiegelt sich seit jeher nicht nur der Aspekt des Lebenspraktischen, sondern des So-sein-Wollens. Identifikation mit einer Kultur, mit einem Lebensraum, mit Traditionen, aber auch mit Visionen von einem erfüllten Leben, von einer Klammer für die eigene, aber auch die gemeinschaftliche Existenz. Wie soll sich der Architekt in diesem Spannungsfeld definieren - als Hüter “ewiger Werte”, als Künder immer neuer Moden, als Guru im Besitz heilsbringender Wahrheiten? Ich finde, als nichts von alledem. Es geht darum, Häuser für Menschen zu bauen. Behausungen für die unterschiedlichsten Zwecke, geprägt von einer Ästhetik, die Funktion mit dem So-sein-Wollen versöhnt.
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